Bereichsleitung der Physiotherapie, Ergotherapie, Musik- und Sporttherapie

Desiree Daverveldt-König

Rochusstraße 2
40479 Düsseldorf

Telefon (02 11) 44 00-22 47
Telefax (02 11) 44 00-26 69

Desiree.Daverveldt-Koenig(at)vkkd-kliniken.de

Ansprechpartnerin Ergotherapie

Astrid Ebener

Leitende Ergotherapeutin

Telefon (02 11) 75 60-221
Telefax (02 11) 75 60-109

Astrid.Ebener(at)vkkd-kliniken.de

 

Ergotherapie will Mobilität fördern

Verschiedene Fähigkeiten aktivieren

Die Ergotherapie ist bemüht, dem Patienten im Rahmen seiner persönlichen Voraussetzungen ein möglichst unabhängiges und eigenständiges Leben zu ermöglichen. Bei Bedarf finden angepasste Hilfsmaßnahmen Anwendung. Dabei werden die psychischen, sensomotorischen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten berücksichtigt.

Geriatrie: Motorik und Bewegungsaktivität

Die motorisch-funktionelle Therapie verbindet Bewegungsaktivität mit sinnvollen Verrichtungen des täglichen Lebens. Bei Bedarf wird diese Therapie durch das Gelenkschutztraining bei Rheumatikern und/oder die Schienenversorgung erweitert. Da der Patient durch seine Erkrankung häufig in den Alltagsaktivitäten beeinträchtigt ist, spielt das Selbsthilfetraining (ATL-Aktivitäten des täglichen Lebens) eine zentrale Rolle. Es beinhaltet alle alltäglichen Verrichtungen, wie die Lagerung im Bett und den Lagerungswechsel, den Transfer, die Körperpflege, das An- und Auskleiden, das Essen und Trinken, Tätigkeiten im Haushalt, das Schreiben sowie Außenaktivitäten (z. B. Einkauf, Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel usw.).

Hilfsmittel: Beratung und Versorgung

Gemeinsam mit den Patienten/Angehörigen findet bei Bedarf eine Hilfsmittelberatung und -versorgung statt, um unzureichende bzw. verloren gegangene Funktionen, z. B. beim Kleiden, bei der Körperpflege und im Haushalt, zu kompensieren. Damit schafft man die Voraussetzung für eine größtmögliche risikoarme Selbständigkeit. Für die Selbständigkeit spielen nicht nur körperliche Fähigkeiten eine besondere Rolle, wie z. B. Gleichgewicht, Belastbarkeit, Ausdauer, Sensibilität und Sensomotorik oder die Kompensationsmöglichkeiten dieser Defizite. Auch die kognitiven und neuropsychologischen Leistungen sind von ebenso großer Bedeutung. Diese werden im Hirnleistungstraining oder auch in einem Gedächtnistraining geübt. In der Psychiatrie gelten in allen Therapien als vorrangige Ziele die Verbesserung von Defiziten im affektiven, kognitiven, sozioemotionalen und psychomotorischen Bereich. Des Weiteren soll die individuelle Wahrnehmungsfähigkeit gefördert und die Ausdrucks-, Kontakt-, und Kommunikationsfähigkeit verbessert werden. Dabei spielt die Gruppendynamik eine wesentliche Rolle.

Psychologie: Depressionen therapeutisch behandeln

Bei Depressionen werden folgende Therapien eingesetzt: Im Hirnleistungstraining werden krankhaft bedingte Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, der Kognition und die daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen behandelt. Die Übungen erfolgen in schriftlicher und mündlicher Form. In der manuellen bzw. Kunst- und Kreativ-Therapie wird eine Vielzahl von Techniken angeboten, die sehr unterschiedliche Anforderungen an den Patienten stellen. Durch den Umgang mit den verschiedenen Materialien werden Kreativität und Phantasie angeregt. Zusätzlich wird die Eigenmotivation gesteigert und durch die Vermittlung von Erfolgserlebnissen das Selbstwertgefühl verbessert. Des Weiteren werden hier natürlich auch die kognitiven Fähigkeiten trainiert, besonders das Kurzzeitgedächtnis, die Umsetzungsfähigkeit, die Ausdauer und die  Konzentrationsfähigkeit. Im Haushaltstraining geht es um das Erlangen einer größtmöglichen Selbstständigkeit und um die Verbesserung bzw. die Erhaltung der lebenspraktischen Kompetenz. Daneben werden planvolles Vorgehen, Umsetzungs- und Belastungsfähigkeit trainiert. In der Gruppe wird die soziale Kommunikation gefördert.

Im Rahmen eines ATL-Trainings findet im stationären Bereich eine Frühstücksgruppe statt. Sie dient dem Erhalt, der Förderung und der Wiedererlangung einer größtmöglichen Selbstständigkeit in der eigenen Versorgung im Alltag. Ebenso wichtig ist die allgemeine Aktivierung, Mobilisierung und Förderung der Kommunikation. Bei Demenzen werden diese Therapien ebenso in angemessener Form eingesetzt. In der Milieutherapie, die im stationären Bereich stattfindet, werden Übungen für das Langzeitgedächtnis, zur Orientierungsfähigkeit sowie Biografiearbeit eingesetzt. Besonders wichtig sind uns die Förderung der Kontakte untereinander, die Erhaltung vorhandener Fähigkeiten, die Anregung zur geistigen Aktivität sowie Hilfen zur Orientierungsfähigkeit sowie Unterstützung zur Tagesstrukturierung.